Dewa Sanzan – three sacred mountains in Northern Japan Part 2–Dewa Sanzan – zu den heiligen drei Bergen im Norden Japans Teil 2

On Haguro-san pilgrims and visitors find many different temples and shrines. To really feel the special atmosphere of the mountains we recommend to stay several days on Haguro-san. We stayed at the Saikan, which is directly connected to the main shrine on Haguro-san.

IMG_4167

The old wooden building dating from 1697 was built in the typical Japanese style. The hostel can host up to 300 pilgrims. We are the only guests except for a young Japanese and another couple. The rooms, with Tatami mats, are separated by simple sliding doors made of paper. The beds are made as futons directly on the floor.

IMG_4153

An onsen, a traditional Japanese bath, is also part of the hostel. Dinner and breakfast consists of typical vegetarian shōjin ryōri, pilgrim dishes or the dishes of the Buddhist monks which are made from herbs, vegetables and plants of the nearby forest, tofu, fish and rice. The food serves the physical and mental cleansing of the pilgrims. The food was beautifully presented on a tray with many little plates. This food, unusual for us Europeans, is really an unforgettable experience. Alcohol is not prohibited for visitors. You can get your cool beer directly from the vending machine. As we are the only international guests that day the head priests invites us to drink some Sake with him and to talk about anything and everything. Despite we do not understand each other by words, gestures, hand signs and some English words help us during an unforgettable evening.

IMG_9093

We join the morning prayer at 6 am in the adjoining shrine. In the shrine Sanshin Gōsai-den, the gods of all three mountains are praised. The red-lit shrine is covered by a huge 2, 10 m thick thatched roof. In the cool morning air, we kneel on Tatami Mats before statues of the three deities and are blessed by a local priest in a cleansing ceremony. Afterwards, according to strictly prescribed rules, the gods are offered different sacrifices. In addition to the priests, there are other people who train to become a Yamabushi (mountain priest) in a multi-year training course. Most of them return to their home town after the years of training to work there. After the one-hour ceremony, we are invited to join the them for a cup of matcha tea.  In the immediate vicinity of the temple of Sanshin Gōsai-den is the Kagami-Ike, the mirror pond, covered with countless lotus flowers. We discover an impressive cemetery.

IMG_9103

Stone statues and tombstones wear clothes of the deceased. Small colourful windmills turn in the gentle wind, in between stand small children’s sandals, a Hello Kitty balloon….

IMG_9114

Hundreds of wooden steles of different sizes with the names of deceased line the way. A monk is already busy in the early morning with a wooden hammer and a ladder to put new stelas in the grassy slope.

IMG_9117

There is a small shrine on the Haguro-san for every human concern. Pilgrims come here to pray and ask for their wishes to be fulfilled. We too throw coins in wooden boxes and ring small bells at the shrine, which hang on the door beam, to draw the god’s attention to us.

Auf dem Haguro-san findet man heute viele unterschiedliche Tempel und Schreine. Um die Atmosphäre eines solchen heiligen Ortes spüren zu können empfiehlt es sich mehrere Tage auf dem Haguro-san zu verweilen. Dazu bietet es sich an in der einzigen traditionellen Pilgerherbergen dem Saikan zu übernachten, die direkt an den Schrein angeschlossen ist.

IMG_4436

Das alte Holzgebäude aus dem Jahre 1697, zu dem ein kunstvoller Weg aus Steinplatten führt, ist im typischen japanischen Stil erbaut worden. Die Herberge kann bis zu 300 Pilger aufnehmen. Wir sind bis auf einen jungen Japaner und ein weiteres Ehepaar die einzigen Gäste. Die einzelnen Zimmer die mit Tatamimatten ausgelegt sind, werden nur durch einfache Schiebetüren voneinander getrennt. Die Betten werden als Futon direkt auf den Matten gemacht. Bei großer Hitze können Schiebefenster zum wunderschönen Garten geöffnet werden, um in der Nacht für Abkühlung zu sorgen. Auch kann man sich in einem onsen, einem japanischen Bad von den Strapazen des Tages erholen. In einem Gemeinschaftsraum werden wir mit den anderen Pilgern die gemeinsamen Mahlzeiten einnehmen. Gekocht werden die typischen vegetarischen shōjin ryōri, Pilgergerichte oder Gerichte der buddhistischen Mönche die aus Kräutern, Gemüse und Pflanzen des nahegelegenen Waldes, Tofu, Fisch und Reis bestehen.

IMG_9357

Die Speisen dienen der physischen und mentalen Reinigung der Pilger. Serviert wird uns das Essen wunderschön angerichtet auf einem Lacktablett mit vielen kleinen Tellerchen. Dieses für uns sehr ungewohnte Essen ist ein absolutes Erlebnis. Alkohol scheint nicht verboten zu sein. Man kann sich sein kühles Bier direkt aus dem Getränkeautomaten vor dem Essensraum holen oder mit ein wenig Glück, wie wir es hatten, mit Priestern des Ordens Sake trinken und sich dabei über Gott und die Welt austauschen.

Da wir uns für die Morgenzeremonie im angeschlossenen Tempel Sanshin Gōsai-den interessieren müssen wir um 5.30 Uhr aufstehen. Barfuß laufen wir durch einen überdachten Gang mit vielen Treppenstufen von der Pilgerherberge zum Tempel. Im 1818 rekonstruierten Tempel Sanshin Gōsai-den werden praktischerweise die Gottheiten aller drei Berge verehrt. Der rotleuchtende Schrein wird von einem gewaltigen 2,10 m dicken Reetdach bedeckt. In der kühlen Morgenluft knien wir uns auf den Tatamimatten vor Statuen der drei Berggottheiten nieder und werden in einer Reinigungszeremonie von einem ansässigen Priester gesegnet. Im Anschluss werden nach streng vorgegebenen Regeln den Göttern unterschiedliche Opfergaben dargebracht.

IMG_4205

Neben den Priestern sind an diesem Morgen noch Japaner, auch eine Japanerin, unterschiedlichen Alters zugegen, die sich in einer mehrjährigen Ausbildung zu einem Yamabushi ausbilden lassen. Meistens kehren sie nach den Jahren der Ausbildung in ihren Heimatort zurück um dort zu wirken. Nach der einstündigen Zeremonie werden wir noch zu einer Tasse matcha Tee eingeladen.

In unmittelbarer Nähe zum Tempel Sanshin Gōsai-den befinden sich der Kagami-Ike, der Spiegelteich, der mit unzähligen Lotosblumen bedeckt ist. In ihm wurde einst ein Spiegel als Opfergabe versenkt. Daneben steht ein Glockenturm mit einer Bronzeglocke aus dem Jahre 1275.

IMG_9137

Ankommende können mit einem mächtigen Holzbalken die Glocke zum klingen bringen. Neben einem der zahlreichen Seitenschreine entdecken wir beeindruckender Kinderfriedhof. Steinstatuen und Grabsteine tragen Kleider der Verstorbenen.

IMG_4191

Kleine bunte Windräder drehen sich im sanften Wind, dazwischen stehen kleine Kindersandalen, ein Hello-Kitty Ballon…. Hunderte Holzstelen unterschiedlicher Größe mit Namen Verstorbener säumen den Weg. Ein Mönch ist bereits am frühen Morgen damit beschäftigt mit einem Holzhammer und einer Leiter neue Stelen in den mit Gras bewachsenen Hang zu stecken.

IMG_4209

Für jedes Anliegen des Menschen gibt es auf dem Haguro-san einen kleinen Schrein. Hier kann man nach Bedarf Opfergaben darbringen und seine Wünsche vorbringen. Dazu werfen auch wir Münzen in Holzboxen. Bringen unsere Wünsche im Stillen dar und läuten im Anschluss kleine Glocken am Schrein, die am Türbalken hängen, um die Götter auf uns aufmerksam zu machen.

IMG_9147

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s