Peru´s Uru people – Living on floating islands — Peru´s Urus – Leben auf schwimmenden Inseln

The encounter with other people is what makes life worth living. Guy de Maupassant

The boat, made of Totora reed, glides quietly over the lake at 3812 meter altitude. The sun and the clouds, that rise above Altiplano mountains, are reflected in the almost mirror smooth water. The wind curls easily the water surface.

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Two young boys are standing at the rail and smile in the camera. They are, as well as our boatsman, member of the Uru, a group of indigenous people at Lake Titicaca.

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Today only few hundreds of the 2000 Urus still do live on the 49 floating islands in Lake Titicaca. Most Urus have moved to villages on the mainland, like Chulluni or Puno, the capital of the Puno region in Southern Peru.  Our journey to the floating islands started at Puno’s small harbour late that morning. We are very excited to get to know the unique culture of the Uro people. Lake Titicaca is after Lake Maracaibo the largest lake in Southern America and the highest navigable lake in the world. The name Titicaca originates either from Quechua and means “lead-coloured rock” or Aymara. In this language Titi means “big cat” or “puma” and kaka means grey. According to a legend  the first ruler and founder of the Inca civilization, Manco Cápac, came to earth on Isla del Sol, an island in the Bolivian part of Lake Titicaca. Manco Cápac and his siblings were created out of Lake Titicaca’s foam and sent down to earth by sun god Inti. This rock is said to have the form of a wildcat. Wildcats are really a rare sight at Lake Titicaca. But at least we get to see some domestic animals –  pigs on a stretched floating Totora reed island.

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After a one hour cruise the 49 floating come into view. Not only the islands themselves but also the houses built on them are entirely made of Totora reed. This special reed has cut, dried and bundled an enormous buoyancy in the water. There even exists a “school island”. As we enter one of the light wavering islands we are warmly welcomed by several Uru families. The men and women, wearing traditional clothing, live here on the island together with their children. The Uru women sell colourful blankets to tourists, which they have handcrafted on the island. The children run and play between the adults. Two of the Uru men show us the Totora reed and a model of how the individual bundles of the plant have to be re-applied every six monthsto avoid the islands from sinking.

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They also tell us about the Uru way of life on the lake. Fishing, hunting with stone slings on birds (some dried ibis are shown) and the roots of the Totora reed serve the indigenous as food. Selling of fish and tourism also contribute to the families income on the island. We are invited in one of the small huts. There are four people living in a confined space. The few clothes that the family owns, hang neatly on the walls of the cabin next to colorful blankets. As we sit around the open fire place our hosts explains us the meaning of the figures and symbols on the handmade blankets and mobile, also made of Totora reed.

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Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen.  Guy de Maupassant

Das nur aus Totora-Schilf bestehende Boot gleitet ruhig über den See auf 3812 Meter Höhe. Die Sonne und die Wolken, die sich über den Bergen des Altiplano auftürmen, spiegeln sich im fast spiegelglatten Wasser. Ein Wind kräuselt ganz leicht die Wasseroberfläche. Zwei Jungen stehen leise kichernd an der Reling und lächeln verschmitzt in die Kamera. Sie gehören ebenso, wie unser Bootsführer, zu den Urus, einer ethnischen Gruppe Indigener am Titicacasee.

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Von den derzeit noch etwa 1500 bis 2000 Urus leben nur noch wenige Hundert auf 49 schwimmenden Schilfinseln mitten auf dem See. Die Mehrzahl von ihnen ist auf das Festland nach Chulluni oder Puno gezogen, der Hauptstadt der Region Puno im Süden Perus, mit etwa 125000 Einwohnern. Am späten Vormittag sind wir vom dortigen kleinen Hafen aufgebrochen, um die einzigartige Kultur der Urus auf dem Titicacasee kennenzulernen. Der Titicacasee, nach dem Maracaibo-See der größte See Südamerikas, ist der höchstgelegene schiffbare See der Erde. Der Name Titicaca stammt entweder aus der Sprache der Quechua und bedeutet soviel wie „bleierner (bleifarbener) Felsen“ oder aus der Sprache der Aymara. Titi bedeutet hier „Große Katze“ oder „Puma“ und kaka heißt „grau“. Nach einer Legende ist der erste mythische Herrscher der Inkas,  Manco Cápac, über einen Felsen auf der heute in Bolivien liegenden Isla del Sol (Sonneninsel) auf die Erde gestiegen. Geschaffen wurde er dort zusammen mit seiner Schwester Mama Ocllo vom Sonnengott Inti, seinen Vater, aus dem Schaum des Titicacasees mit dem Ziel die Welt zu verbessern. Dieser Felsen soll die Form des Kopfes einer Wildkatze gehabt haben. Eine Wildkatze bekommen wir so weit draußen auf dem See natürlich nicht zu Gesicht, dafür aber einige Schweine, die von den Urus auf kleinen, langgestreckten Schilfinseln gehalten werden. Nach etwa einer Stunde Fahrt kommen die Totora-Schilfinseln in Sicht.

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Nicht nur die Inseln selbst, sondern auch die darauf errichteten Häuser sind ganz aus Totora-Schilf gebaut. Dieses besondere Schilf hat abgeschnitten, getrocknet und gebündelt einen enormen Auftrieb im Wasser, da das Stängelinnere von Hohlräumen durchsetzt ist. Es gibt sogar eine eigene Schulinsel.  Als wir eine der leicht schwankenden Inseln betreten, werden wir sogleich herzlich von mehreren Uru-Familien begrüßt. Die traditionell gekleidete Frauen und Männer leben hier mit ihren Kindern in den kleinen Hütten. Die Frauen arbeiten gerade an bunten Decken, die sie an Touristen verkaufen, die sich auf die Inseln verirren.

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Die Kinder spielen fangen zwischen den Erwachsenen. Zwei Uru-Männer zeigen uns das Totora-Schilf und an einem Modell, wie die einzelnen Bündel der Pflanze alle sechs Monate neu aufgeschichtet werden müssen, damit die Insel erhalten bleibt.

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Sie berichten uns vom Leben der Urus auf dem See. Fischerei, die Jagd mit Steinschleudern auf Vögel (einige getrocknete Ibisse werden uns gezeigt) und die Wurzeln des Totora-Schilf dienen den Indigenen als Nahrungsmittel. Der Überschuss an Fisch kann, neben dem Tourismus, als Einnahmequelle genutzt werden. Wir werden in eine der Hütten eingeladen. Auf engstem Raum leben hier vier Personen. Die wenige Kleidung, die die Familie besitzt, hängt neben bunten Decken ordentlich an den Wänden der Schilfhütte. Wir sitzen gemeinsam um die Feuerstelle in der Mitte der Hütte.  Unser Gastgeber erläutert uns die Bedeutung der Figuren auf den Decken und der aus Totora-Schilf gefertigten Mobiles, die auch vom Jüngsten der Familie zum Spielen genutzt werden.

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